Aktuelle Berichterstattung des Vorstandes

  1. Mai 2021

Als Folge des Fortbestehens von Beschränkungen der Infektionsschutzmaßnahme-verordnung der bayer. Staatsregierung und sonstiger behördlicher Weisungen hinsichtlich der Corona-Pandemie, können Gremienveranstatltungen in Sportvereinen weiterhin keinesfalls als Präsenzveranstaltungen stattfinden, somit auch nicht die eigentlich für den 29.04.2021 geplante Delegiertenversammlung 2021.

Gremiensitzungen / Delegiertenversammlung 2021

Die gesetzlich auch für das Jahr 2021 eingeräumte grundsätzliche Möglichkeit einer digitalen Durchführung als Online-Veranstaltung – statt einer Präsenzveranstaltung –  erscheint dem  geschäftsführenden Vorstand weiterhin nicht sinnvoll.

Angedacht ist, die Delgiertenversammlung 2021 zunächst  noch im Zeitraum bis Juli 2021 durchzuführen, sofern dies coronabedingt als Präsenzveranstaltung möglich sein sollte. Entsprechendes gilt folgerichtig für alle anstehende Vereinsrats- und sonstige Sitzungen.

Um jedoch eine ausgewogene Information zu bestehenden Themen zu gewährleisten, legen wir periodisch eine allgemeine Berichterstattung vor, die selbstverständlich allen Vereinsmit-gliedern zugänglich gemacht werden kann.

Haushaltsplan 2021

Der dem Vereinsrat vorgelegte und durch diesen einstimmig beschlossene Haushalt für 2021 basiert auf als real einzustufende Einschätzung der aktuellen Situation bzw. tatsächlich vorliegender Zahlen aus dem Jahr 2020.

Zu beachten sind die ( gegenüber bestehenden Wirtschaftsplan 2020 – 2023)   geminderten Einnahmen aus Beitragserlösen, die sich aus den tatsächlich vorliegenden deutlich geringeren Mitgliederzahlen ergeben, sowie die höheren Baukosten Dreifachhalle, die jedoch nicht durch Kostensteigerungen, sondern durch noch nicht in 2020 abgewickelten Zahlungen begründet sind.

Die Zuschüsse an die Abteilungen/Abteilungsetats sind, trotz starkem Mitgliederverlust, auch für 2021 unverändert geblieben gegenüber der letzten  Jahre – in der Hoffnung auf einen sich schnell erholenden Mitgliederstand nach der derzeit noch coronabedingten Einschränkung des Sportbetriebs.

Neubau

Die Baumaßnahme < Erweiterung Sporthallenbereiche > wurde Mitte Februar termingerecht abgeschlossen, trotz gelegentlich nicht vorhersehbarer Probleme, die bei einer Baumaßnahme im bzw. auf einem zu erhaltenden Bestand einfach unvermeidlich sind.

Eine Begehung des Neubaus wurde den Mitgliedern des Vereinsrat  bereits ermöglicht.

Der Umzug/Einzug seitens des Vereins/der Abteilungen ( Rückverlagerung von Geschäftsstelle, Hausmeister- und KISS-Büros, Umzug des Schwitzkastls, Rückverlagerung des Athletikraums sowie der in Containern eingelagerter Gerätschaften besonders in Untergeschoss und Halle Erdgeschoss usw.)  ist erfolgt  Der Sportbetrieb könnte aufgenommen werden, sobald dies coronabedingt möglich sein wird .

Die Wiederherstellung der durch den Bau betroffenen Teile der Sportfreianlage (Sektor Süd) und die Fertigstellung der sonstigen Außenbereiche laufen derzeit und sollten bis bis Ende Mai abgeschlossen sein.

Probleme gibt es derzeit mit dem Sportboden in der großen alten Halle im Erdgeschoss, in der  die Verlegung des Parkettbodens offensichtlich nicht fachgerecht erfolgte. Die geforderte Nachbesserung durch den zuständigen Auftragnehmer ist bislang nicht erfolgt, hier ist leider mit einer rechtlichen Auseinandersetzung streitig zu rechnen, deren Zeitdauer nicht abschätzbar ist. Leider ist somit, nicht nur coronabedingt, eine Inbetriebnahme dieser Halle aus rein sicherheitstechnischen Gründen noch nicht möglich.

Kosten Neubau

Hinsichtlich der Baukosten darf weiterhin davon ausgegangen werden, dass diese mit ca. € 12,8 Mio um   7,8 % über der offiziellen Kostenberechnung nach DIN 276 vom 06.04.2018 liegen werden, in der heutigen Zeit von Corona, Baustopps und Kostensteigerungen im Bauwesen ein sehr gutes Ergebnis.

Diese unabwendbare Steigerung ist überwiegend dem nicht kalkulierbarem Risiko eines Umbaus/ einer Erweiterung im Bestand, der jeweiligen aktuellen Marktsituation  bei der Vergabe einzelner Gewerke sowie unvermeidlicher Steigerungen der Kostenindices der Baubranche in den vergangenen 2 Jahre, vorrangig im Bereich des Stahlbaus sowie des Landschaftsbaus, geschuldet. Hinzu kommen natürlich noch weitere Kosten für zusätzliche notwendige Ausstattungen, die nicht  den Baukosten zuzurechnen sind.

Auf zusätzliche und aufwändige Ausstattungsvarianten wurden aus Gründen der Kostenersparnis weitgehend verzichtet, die gesamte Maßnahme stand immer unter dem Motto, einen möglichst  funktionsgerechten Zweckbau mit möglichst geringen Kosten zu erstellen.

Auch hier gibt es noch  Abrechnungsprobleme mit dem Auftragnehmer Stahlbau, hier ist ebenfalls  mit einer unvermeidbaren rechtlichen Auseinandersetzung streitig zu rechnen.

Somit sind  Gesamtkosten von ca. € 13 Mio  zu erwarten.

Mitgliederentwicklung

Der derzeitige Mitgliederstand beträgt rund 3000, ein weiteres Absinken ist bei weiterhin eingeschränktem bzw. fehlendem Sportbetrieb leider zu befürchten.

Es war nach Baubeginn im Februar bis zum Jahresende 2019 weder ein signifikanter Rückgang der Mitgliedschaften gegenüber dem Jahr 2018, noch vor Corona ein signifikanter Rückgang für 2020 erkennbar.

Der Vergleich der (belastbaren) Zahlen bei der Bestandserhebung jeweils zum Jahresanfang zeigt gegenüber einem Höchststand im Jahr 2016 einen Rückgang von ca. 10% für 2019,

der Stand für 2020 entspräche eigentlich der seit Jahren in allen Vereinen erkennbaren Fluktuationsrate sowie baubedingt zusätzlich erklärbar geringerer Zahlen bei KISS und im Schwitzkastl.

Wie bereits mehrfach angesprochen, hat sich die Mitgliederzahl im TSV Ost, sowohl durch den Umbau mit Verlagerungen von Sportangeboten in andere Sportstätten, als  auch durch die Coronapandemie  jedoch massiv verringert. Konnte man nach Baubeginn mit einem Mitgliederverlust für 2020 von ca. 10 % ausgehen, hat sich dieser nun coronabedingt deutlich verstärkt.  Die Zahl der Mitgliedschaften hat sich nach vorliegenden Kündigungen zum Jahresende 2020 auf 3000 verringert, das entspricht einem Mitgliederverlust von 25 % in den letzten zwei Jahren !

Dies ist dankenswerter Weise gar nicht auf eingeforderte Sonderkündigungen zurückzuführen, sondern in Zeiten von Corona bei geschlossenen Sportstätten und somit entfallenden Sportangeboten ausschließlich auf fehlende Neueintritte zurückzuführen. Die regulären Austritte entsprechen denen sonstiger Jahre.

Dass dieser Mitgliederschwund zu entsprechender Minderung bei den Einnahmen durch die Mitgliedsbeiträge führt, muss nicht ausdrücklich betont werden. Dankenswerter Weise lebt jedoch die überwiegende Mehrzahl unserer Mitglieder den überlebensnotwendigen Solidaritätsgedanken und entrichtet ihren Mitgliedsbeitrag trotzdem, wenn  auch mit zunehmender Ungeduld.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Vereinsmitglieder für ihre gezeigte Solidarität ! Denn ein gemeinnütziger Sportverein finanziert sich zu ca. 70 % aus diesen Mitgliedsbeiträgen.

Eine Erhöhung der Zahl der Mitgliedschaften bis zum Jahr 2024 um 20 – 40 % ist sportstättenbedingt nach Beendigung der Coronakrise möglich und nicht nur wünschenswert, sondern auch zur Erleichterung der Abfinanzierung aufgenommener Darlehen für den Neubau dringend erforderlich.

Sportstättensituation

Mit der hoffentlich bald möglichen Inbetriebnahme des Neubaus verdoppelt sich grundsätzlich die verfügbare vereinseigene Sporthallenkapazität an der Sieboldstr.4.

Da die Überlassung von städt. Sporthallen aufgrund des (vor Beginn unserer Baumaßnahme, nicht Interimsüberlassungen während der Bauphase) festgeschriebenen Sporthallenbedarfes seitens der Stadt nur für einen Zeitraum von weiteren zwei Jahren nach Fertigstellung des Neubaus gewährleistet ist, gilt es jetzt, wie bereits mehrfach angekündigt, sich seitens der Abteilungen Gedanken hinsichtlich der Rück- und Neugewinnung von Mitgliedern zu machen, denn zwei Jahre nach Inbetriebnahme des Neubaus wird für den TSV Ost seitens der LH München eine grundlegend neue Bedarfsermittlung hinsichtlich der Überlassung städt. Sporthallen erfolgen.

Und ohne eine deutlich Steigerung der Mitgliedschaften werden wir anschließend erheblich verminderte Zeiten in städt. Hallen bekommen, da wir dann den bestehenden Bedarf in vereinseigenen Anlagen decken könnten – eine für den Verein sehr kostspielige und so nicht gewollte Entwicklung.

Bleibt zu hoffen, dass wir unseren uneingeschränkten Sportbetrieb möglichst bald wieder in vollem Umfang und ab Inbetriebnahme des Neubaus in deutlich verbesserter Form aufnehmen können.

Trainings- und Übungsplan

Über mögliche Vergaben, Belegungen und Zuordnungen von Abteilungen und Gruppen in neuen und alten Sportstätten können derzeit nach wie vor noch keinerlei konkreten Aussagen gemacht werden. Angedacht ist, zunächst den ursprünglich (vor Beginn der Baumaßnahme) gültigen Belegungsplan unverändert wieder in Kraft zu setzen und die neu entstandenen Kapazitäten im Trainingsbetrieb zunächst ausschließlich für neue Angebote/Aktivitäten freizuhalten. Somit sind Nachfragen und Anmeldungen für Hallenzeiten aus dem bisherigen Angebot zum jetzigen Zeitpunkt nicht zielführend und werden noch keine Berücksichtigung finden.

Mit Inbetriebnahme wird zunächst der alte Trainings- und Übungsplan unverändert in Kraft gesetzt, der vor Beginn der Baumaßnahme  im Februar 2019 Gültigkeit hatte, sowohl für die vereinseigenen Sportanlagen als auch die städt. Sporthallen (mit entsprechenden zwischenzeitlich durch die LH München vorgegebenen Änderungen),

Dies bedeutet, dass die neu verfügbare Dreifachhalle sowie der neu verfügbare zweite  Mehrzweckraum im Untergeschoss (ehemals Schwitzkastl) wochentags für den allgemeinen Traingsbetrieb bereits bestehender Sportangebote zunächst noch nicht verfügbar gemacht wird, sondern für neue Sportangebote mit neuen Mitgliedern/Teilnehmern vorgehalten wird.  Es sind somit innerhalb des dann gültigen Trainings- und Übungsplan zunächst keine Verlagerungen von bestehenden Sportangeboten aus städt. Sporthallen in die Vereinssport-anlage an der Sieboldstr. 4 möglich.

Dieser bestehende Trainings- und Übungsplan wird dann, hoffentlich noch im Verlauf des Jahres 2021, nach nachvollziehbaren Bedarfen angepasst, Zielsetzung ist somit ein neuer Belegungsplan, wünschenswerter- und möglicherweise schon mit Beginn des Winterhalbjahrs 2021/2022 .

Einweihungs- / 125-Jahr-Feier

Die Fertigstellung eines Neubaus ist üblicherweise mit einer angemessenen Einweihungs-feier verbunden, die organisatorisch wie auch finanziell sehr aufwändig ist. Da im Jahr 2022 der TSV Ost sein 125-jähriges Bestehen begehen wird, stellt sich die Frage, ob eine weitere Feier ein Jahr später bei unterschiedlichster Betrachtungsweise angebracht ist.

Der geschäftsführende Vorstand und der Vereinrat hat sich einstimmig dafür entscheiden,  diese beiden Feiern zu einer Veranstaltung am Samstag, 19. März 2022 zusammen zu legen. Ferner ist angedacht, diese Feier nicht in ganz großem Rahmen ( vgl. 75-Jahr-Feier / Bürgerbräu-Keller 1972 oder 100-Jahr-Feier / Große Sporthalle 1997 mit jeweils ca. 600 Personen) zu begehen, sondern in Form eines festlichen Aktes für ca. 150 geladene Gäste in einer der Sporthallen (bestuhlt), ev. kleine Halle über der Gaststätte, mit anschließendem Stehempfang. Verbunden könnte dies werden mit einem „Tag der offenen Tür“ / „Schau-laufen der Abteilungen“ am gleichen Tag vormittags.

Vereinsgaststätte

Nicht nur wir als Sportverein, sondern auch unsere Vereinsgaststätte bzw. deren Betreiber haben, wie alle gastronomischen Betriebe, erhebliche finanzielle Probleme durch die Schließungen der Gaststätte während der Coronakrise.

Der TSV Ost hat, nach bereits erheblichen Nachlässen bei der Grundpacht für die Dauer der Baumaßnahme, den Betreibern auch für die Dauer der Coronakrise zusätzlich erhebliche   Nachlässe bei Grundpacht und Pachtbedingungen gewährt, natürlich u.a. unter dem Vorbehalt des nachvollziehbaren Nachweises beantragter und erhaltener öffentlicher Förderungen für die Gaststätte.

Hiermit sind die für einen mit öffentlichen Mitteln geförderten gemeinnützigen Verein machbaren Grenzen der Vergünstigungen für eine kommerziell betriebene Gaststätte in einem weit höheren Maße ausgeschöpft, wie dies in vergleichbaren anderen Fällen geschehen ist  – und dennoch sowohl unseren zahlenden Mitgliedern als auch unseren  öffentlichen Fördergebern gegenüber zu vertreten ist.

Leider haben unsere Pächter diesen unabdingbar zu liefernden Nachweis öffentlicher Förderung der Curva Est bis heute nicht erbracht, leider zeigen sie bei Umgang und Zahlungsmoral uns  als Verpächter gegenüber Verhaltensweisen, die so nicht zu tolerieren sind. Auch hier zeichnen sich rechtlich Schritte ab, die möglicherweise auch zu einer Kündigung des bestehenden Vertrages führen könnten.

München, Mai 2021

         Uli Hesse

     1.Vorsitzender